Projektmarge unter realen Bedingungen
Fix und Flip kalkulieren. Trägt die Marge noch?
Der Ankaufspreis ist nur der Anfang. Führe Sanierung, Finanzierung, Zeit und Verkauf so zusammen, dass jeder neue Befund sofort eine belastbare Entscheidung auslöst.
Trenne Plan, bestätigte Kosten und Ist-Prognose von Anfang an.
Eine Marge ist keine Endzahl. Sie ist der aktuelle Stand deiner Annahmen.
Vier Blöcke statt einer Wunschzahl
Die Marge beginnt bei vollständigen Kosten.
Wer nur Kauf, Sanierung und Verkauf gegenüberstellt, übersieht die Kosten der Zeit. Eine tragfähige Kalkulation trennt jeden Block und macht sichtbar, wo noch Annahmen statt Belege stehen.
Objekt und Erwerb.
Kaufpreis, Steuer, Notar, Grundbuch, Vermittlung und Prüfung.
Substanz und Ausbau.
Gewerke, Planung, Entsorgung, Außenbereich und Reserve.
Halten und Finanzieren.
Zinsen, Bereitstellung, Versicherung, Energie und laufende Monate.
Vom Angebot zum Erlös.
Vermarktung, Unterlagen, Vertrieb und objektbezogene Verkaufskosten.
Drei Wahrheiten pro Kostenposition
Plan ist nicht bestätigt. Bestätigt ist nicht bezahlt.
Eine Zahl ohne Herkunft erzeugt Scheinsicherheit. Halte pro Position fest, ob sie geschätzt, angeboten, beauftragt oder tatsächlich abgerechnet wurde.
58.000 €
Erste Gewerkeinschätzung vor vertiefter Prüfung.
ANNAHME64.500 €
Angebote und beauftragte Leistungsstände.
QUELLE LIEGT VOR69.000 €
Bezahlte Kosten plus erwarteter Restaufwand.
AKTUELLER STANDEine Kalkulation, drei Belastungsbilder
Prüfe nicht nur, ob es gut geht. Prüfe, was Abweichungen tun.
Basis, Ziel und Stress beantworten unterschiedliche Fragen. Erst zusammen zeigen sie, wie viel Spielraum das Projekt vor Ankauf und während der Umsetzung wirklich hat.
Was ist heute am wahrscheinlichsten?
Realistische Erlöse, bekannte Kosten und verbleibende Unsicherheiten.
ARBEITSSTANDWas verbessert das Ergebnis?
Konkrete Hebel mit benannter Voraussetzung – kein Wunschverkaufspreis.
CHANCEWas trägt das Projekt noch?
Mehrkosten, längere Dauer oder geringerer Erlös werden gemeinsam geprüft.
BELASTUNGSTESTVom Befund bis zur neuen Entscheidung
Jede Abweichung braucht eine Ergebnisbrücke.
Ein technischer Befund ist noch keine kaufmännische Entscheidung. Die Brücke verbindet Quelle, Kosten- und Zeiteffekt, neue Marge und gewählte Reaktion in einer nachvollziehbaren Kette.
Feuchte im Badaufbau
Dokumentierter Zustand nach Öffnung.
+11.000 € · +3 Wochen
Sanierung und Haltezeit steigen.
35.000 € → 21.000 €
Erwartete Beispielmarge sinkt.
Plan bewusst neu wählen
Weiterführen, verhandeln, Umfang ändern oder stoppen.
Zeit wirkt auf mehrere Kosten gleichzeitig
Drei Wochen später heißt nicht nur drei Wochen später.
Verzug kann Zinsen, Bereitstellung, laufende Kosten, Koordination und Vermarktungszeit verändern. Deshalb gehört jede Terminabweichung zurück in die Kalkulation.
Befund
Umfang und Ursache klären.
Entscheidung
Variante, Kosten und Auftrag bestätigen.
Ausführung
Folgegewerke und Übergaben neu takten.
Zeit in Euro übersetzen.
Haltekosten und späteren Vermarktungsstart gemeinsam aktualisieren.
Rechnen und Projektführung sauber trennen
Der Rechner liefert Zahlen. Das Projekt braucht Entscheidungen.
Für eine erste Einschätzung kann eine Tabelle oder ein Rechner genügen. ImmobilienOS beginnt dort, wo Quellen, Maßnahmen, Verantwortliche und die Entwicklung der Kalkulation zusammengeführt werden.
Modelle frei durchspielen.
- Kostenblöcke rechnen
- Szenarien vergleichen
- Finanzierung modellieren
- eigene Annahmen testen
Änderungen handlungsfähig machen.
- Befund und Quelle verbinden
- Auswirkung nachvollziehen
- Entscheidung und Rolle führen
- aktuellen Projektstand teilen
Dein nächster Margen-Test
Nimm die größte offene Annahme – und rechne ihre Konsequenz bis zum Ergebnis.
Erst wenn Kosten, Zeit, Erlös und Reaktion verbunden sind, wird aus einer Abweichung eine führbare Entscheidung.
Häufige Fragen
Fix und Flip rechnen. Unter Veränderung führen.
Welche Kosten gehören in eine Fix-und-Flip-Kalkulation?
Neben Kaufpreis und Kaufnebenkosten gehören Sanierung, Finanzierung, laufende Projektkosten, Vermarktung, Verkauf und ein angemessener Risikopuffer in die Kalkulation. Entscheidend ist, geplante, bestätigte und tatsächlich angefallene Werte getrennt zu führen.
Wie berechne ich die Marge bei einem Fix-und-Flip-Projekt?
Die erwartete Marge ergibt sich aus dem realistisch erzielbaren Verkaufserlös abzüglich aller projektbezogenen Kosten. Ein belastbarer Stand zeigt zusätzlich, welche Werte bereits belegt sind, welche noch auf Annahmen beruhen und wie sich Abweichungen auf das Ergebnis auswirken.
Wie viel Puffer sollte ich für die Sanierung einplanen?
Ein pauschaler Prozentsatz ersetzt keine Prüfung des Objekts. Der sinnvolle Puffer hängt von Zustand, Prüftiefe, Planungsstand und Unsicherheit einzelner Gewerke ab. Unklare Positionen sollten sichtbar bleiben und in einem Stressszenario höher angesetzt werden.
Wann sollte ein Fix-und-Flip-Projekt neu entschieden werden?
Sobald ein neuer Befund die Zielmarge, Finanzierung, Dauer oder Vermarktbarkeit wesentlich verändert, sollte der aktuelle Plan bewusst neu entschieden werden. Dafür braucht es nicht nur eine neue Zahl, sondern Quelle, Auswirkung und gewählte Reaktion.
Bring die Kalkulation mit, deren Marge gerade unter Druck steht.
Wir verbinden Annahmen, neue Befunde und Entscheidungen zu einem belastbaren Projektstand.
Kostenlos und unverbindlich. Anfrage in weniger als einer Minute.